Industrie 4.0 trifft auf starke Pflege – das ist der Titel der Keynote vom 17. Mai 2018, die Christian Pirker am Internationalen Tag der Pflegenden in Möllbrücke (Kärnten, Österreich) gehalten hat. „Industrie 4.0 trifft auf starke Pflege – Wie sie uns in Zukunft nutzen kann.“ – so lautet der ganze Titel und das ist auch die Devise der Keynote. Wie können Pflegekräfte die Chancen und Möglichkeiten der Digitalisierung und von Industrie 4.0 nutzen? Wie können sie die Digitale Transformation im Pflegeberuf erfolgreich meistern?

Die Keynote fand im Rahmen der Fachtagung „Internationaler Tag der Pflegenden“ im Veranstaltungszentrum Möllbrücke statt. Die Fachtagung hatte den Untertitel „Nurses: A Voice to lead – Health is a Human Right. Pflege gestern – heute – morgen“.

Industrie 4.0 trifft auf starke Pflege

Der ÖGKV Landesverband Kärnten hatte den Wunsch nach einer Keynote zum Thema „Industrie 4.0“ geäußert. In der Keynote ging es darum, bei den Pflegekräften ein entsprechendes Bewusstsein zu entwickeln und effektives Lernen zu ermöglichen. #ELF10

Industrie 4.0 muss mehr sein, als nur ein Modebegriff. Ansonsten würde es keinen Sinn machen, dazu als Keynote Speaker auch nur ein Wort zu verlieren. Vielmehr geht es darum, den Begriff Industrie 4.0 zu klären und den von mir geprägten menschenorientierten Ansatz weiter zu verbreiten. Es ist überraschend und zugleich erfreulich, dass dieser menschenorientierte Ansatz, der sich als Gegenangebot zu einem naiven technokratischen Ansatz etabliert hat, nun so viel Resonanz und Begeisterung auslöst. Dadurch bekommen sowohl Unternehmer/innen und Manager/innen, als auch Arbeitnehmer/innen eine echte Perspektive auf die mögliche Zukunft und die Chance, diese Zukunft selbst aktiv zu gestalten.

Als Impulse dienten neben den Ideen von Christian Pirker, bewährte Leitsätze von den beiden Managementexperten Peter Drucker und Fredmund Malik. Die Elemente dieses menschenorientierten Ansatzes sind Herz, Hirn und Hand, Bildung, klare Sicht auf das Thema, der Umgang mit Dynamik und Komplexität (Dynaxity), organisationales Lernen, Eckpfeiler Change Management, Digitalisierung und Kybernetik. Es geht um Orientierung und um richtig gutes Management sowie um effektives Lernen. #ELF10

Für die Pflegekräfte war es eine neue Perspektive, ein realistischer Blick auf ein sehr lautes Thema, das mehr Unsicherheit als Klarheit bietet.

Die Devise lautete: Aktive Zukunftsgestaltung mit Herz, Hirn und Hand statt Naivität und Angst, das ist ein echtes Angebot. So gestärkt wollen nun viele mit Mut in die Zukunft gehen und ihre eigene Zukunft aktiv in die Hand nehmen und selbst gestalten.

Die Resonanz

Die Resonanz war optimistisch und positiv. Das liegt daran, dass es für viele Pflegekräfte sehr hilfreich war, ein richtiges Bewusstsein für das Thema zu bekommen bzw. die Thematik Industrie 4.0 trifft auf starke Pflege klar und selbstbewusst zu sehen. Es zeigt sich, dass einige Pflegekräfte mit Mut und Zuversicht in die Zukunft gehen wollen, dass sie bereits für Innovationen sind und die Herausforderungen unserer Zeit annehmen wollen. Getreu der Empfehlung von Peter Drucker: „Die beste Methode, die eigene Zukunft vorauszusagen, ist die, sie selbst zu gestalten.“